Das Märchen vom Bio-Tattoo

Biotattoos

Das Märchen vom Bio-Tattoo

Biotattoos werden – wie richtige Tattoos auch, mit der Nadel gestochen. Nur eben nicht so tief…

Und wer sich nicht ganz sicher ist, ob ein Tattoo für ihn das Richtige ist, horcht auf, wenn er die Begriffe “Bio-Tattoos, Klebetattoos, Temporary Tattoos, Time-Tattoos oder hört. Gibt es tatsächlich Tattoos, die nach einer gewissen Zeit wieder von selbst verschwinden? Das wäre ja genial. Ist es aber nicht. Befragt man Experten z.B Dermatologen und Laserspezialisten zum Thema Biotattoo, erntet man meist nur ein Kopfschütteln.

Dazu muss man wissen:
Die Haut besteht aus drei Schichten: aus der Oberhaut (Epidermis), der mittleren Lederhaut (Dermis) und der Unterhaut (Subkutis). Die Oberhaut ist zwischen 0,04 und 1,5 mm dick (je nach Körperstelle). Im unteren Bereich der Oberhaut bilden sich ständig neue Zellen, die nach außen gedrängt werden. Im Verlaufe dieses Prozesses verhornen die Zellen und bilden die äußerste Hornschicht, bevor sie von nachfolgenden Zellen verdrängt werden und abschuppen. Der Erneuerungszyklus der Oberhaut dauert nicht länger als 30 Tage. Deswegen verschwinden solche Biotattoos auch nach max. dieser Zeit, da Biotattoos eben genau dorthinein gestochen werden.

Wenn sich der „Tätowierer“, meist sind es Kosmetiker mit einer 2-Tage Schulung, sich aber auch nur um Bruchteile von Milimetern vertut und tiefer sticht, sind es eben richtige Tätowierungen, die nie mehr verschwinden.

Auch ist die Qualität eines Biotattoos ist von Anfang an nicht mit einem gutgemachten professionellen Tattoo zu vergleichen. Die Farben sind blaß und unscharf. Es sieht einfach nur schlecht und “alt” aus.

Mindestes 1 Kläger bekam mittlerweile vor Gericht Recht, weil sein Biotattoo eben nicht, wie versprochen nach 1-2 jahren verschwand, sondern sich sein Bio-Tattoo mit der Zeit in ein bläuliches Etwas verwandelt hatte. Biotattoos sind also, wenn auch immer wieder angeboten – Mist. Wer versucht sich schriftlich abzusichern (Tattoo soll nach 2 Jahren wieder verschwunden sein) wird wohl nur ein Kopfschütteln ernten. „Schriftlich – nein, das machen wir nicht. Aber ich verspreche es Ihnen“. Aber nur, wenn kein Zeuge dabei ist…